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 Geschichte der Manoliopoulo
 

Das Dorf und die Gemeinde Manoliopoulo befindet sich im Gebiet Kydonia, 20 km westlich von Chania gelegen. Nach 12,7 km gelangt man auf der Hauptstrasse Richtung Kissamos nach Gerani und biegt dort links ab nach Loutraki – Manoliopoulo.

Aufzeichnungen über das Dorf Manoliopoulo existieren seit dem Jahr 1834. Nach der von den Ägyptern durchgeführten Volkszählung in diesem Jahr lebten dort zu dieser Zeit 14 christliche und 3 türkische Familien (Pashley, Tavels in Crete, II, 310). Im Jahr 1881 wurde das Dorf eingetragen als ‚ Manoliopoulo in der Gemeinde von Alikianos’. 122 Christen lebten dort zu dieser Zeit. 1900 wurde es in ‚Manoliopoulo in der Gemeinde von Alikianos’ umbenannt und hatte 187 Einwohner. 1920 zählte das Dorf 223 Bewohner und gründete eine eigene Gemeinde. Die Einwohnerzahl stieg kontinuierlich in den Jahren 1928 mit 230 Einwohnern, 1940 mit 404 bis sich die Zahlen rückläufig entwickelten, in 1951 mit 305, in 1961 mit 254 und in 1971 mit 248.Einen Beleg für die Existenz des Dorfes gibt es nach venezianischen Volkszählungen nicht. Deshalb wird angenommen, dass der Ort erst ab der türkischen Herrschaft bewohnt war. Die Muslime müssen den Ort bereits 1881 verlassen haben. Anderenfalls gäbe es Aufzeichnungen anhand der Volkszählung. Es wird vermutet, dass viele Muslime die kleinen Dörfer verließen, um während der Revolution von 1866 - 1869 Zuflucht in den Städten zu finden.

Nach Erzählungen der Älteren hieß das Dorf vor seiner Zerstörung ‚Kalyves’. Der Grund für die Vernichtung war der Mord an einem Türken, der gewöhnlich die Route von Kyparissos nach Vatolakkos, wo er lebte, nahm und dabei auch durch Vlihades (östlich von Koufos) kam. Eines Morgens wurde seine Leiche neben einem Birnbaum gefunden. Die Stelle hieß ‚Der Birnbaum des Koutsoukalis’, nach dem türkischen Kommandanten in Vatolakkos, Koutsoukalis. Er entschied, diesen Akt zu rächen, da er die Bewohner fuer verantwortlich hielt. Er formierte eine kleine Armee, bestehend aus Türken aus den umliegenden Dörfern. Während einer plötzlichen nächtlichen Attacke wurden sämtliche Christen aus Kalyves umgebracht und ihre Häuser abgebrannt.

Die einzige Person, die diesen Racheakt überlebte, war ein junger Mann aus der Chatzidakis Familie, der sich zufällig in dieser Nacht nicht im Dorf aufhielt. Als er von dem Ereignis erfuhr, versteckte er sich in einem nahe gelegenen Bach (heute befindet sich an dieser Stelle der Dorfplatz) und schaffte es von dort, auf eine Insel der Kykladen zu flüchten. Der Sohn dieses Mannes kam viele Jahre später nach Manoliopoulo um dort zu bleiben. Die Morphologie der Erde im Zusammenspiel mit der dichten Vegetation gaben ihm Schutz. Sein Name war Manolis-Manolakis.

An der Stelle, wo das alte Dorf einmal war, wurden die Steine der Ruinen von den Einwohnern wieder aufgebaut, das Land wurde für den Getreideanbau kultiviert. In der selben Gegend wurden 15 Gräber  von Christen gefunden als die Agios Antonios Kirche auf den Ruinen der alten Kirche erbaut wurde. Die Kirche war auf einem alten Friedhof errichtet worden.

Neben der einheimischen Chatzidakis Familie waren die anderen Familien, die sich im Dorf ansiedelten entweder Fluechtlinge aus Sfakia (wie Katsanevakis, Daskalakis), Sebronas (Frantzeskakis), Psathogianno (Orfanoudakis), Karanou-Sfaki (Stamatakis) oder Maenner, die einheimische Frauen heirateten (Marinakis aus Alikambos, Mavredakis, Venetis aus Epirus, Manioudakis etc).

In den 50iger Jahren fand man Melissokipos 6 Gräber, die kleine Tongefässe als Grabbeigaben enthielten.  Diese können 450 Jahre zurückdatiert werden. Die Hauptkirche ‚Agios Ioannis Rigologos’ wurde vor 93 Jahren auf den Ruinen einer älteren Kirche erbaut. Die Ikonen aus dieser Kirche sind in der Hauptkirche zu sehen und sind 200 Jahre alt.

Quellen:
Praesident der Gemeinde Manoliopoulo, Marinakis Grigorios
Verlagshaus: Arsinoe, Crete Dedication local stories 1985
Verlagshaus Georvasakis ‘The palce and the people’, Autor Penelope Doudoulaki, 2000

 

 

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